Auch Arnold setzt sich

für das Auto ein, Parkflächen müssen

attraktiver werden. Wenn jemand vom

Umland in die Stadt möchte, braucht er

das Auto. Auch Lis ist für attraktive

Parkplätze. Bei der AfD steht jedoch

insbesondere die Fahrradstadt 2020

auf dem Programm. „Wir wollen den

richtigen Autoverkehr“, davon ist er

überzeugt. Der Umgehungsverkehr

muss raus und die Leute von außerhalb

müssen rein.

Er schlägt ein Parkhaus an der

Kongresshalle vor.

 

Erben will die Aufenthaltsqualität der

Innenstadt verbessern. Die Feinstaub-

belastung muss verbessert werden.

„Wir brauchen ein aufeinander

abgestimmtes Mobilitätskonzept, damit

jeder sich überlegt, wie er in die

Stadt kommen möchte. Er sprach auch

vom Begriff Citylogistik.

 

 

1.000 Bänke mit Lehne

 

Kiefer äußerte sich dazu sehr kritisch:

„Wir haben die jetzige Variante

mitzutragen und müssen nun mit dem

Ergebnis auch umgehen können.

Der ÖPNV und der Fahrradverkehr

müssen weiterhin gestärkt werden.

Auch Feste in den Stadtteilen helfen

hier weiter.“ Kiefer setzt sich für

1.000 Bänke für Augsburg ein,

und zwar mit Lehne!

 

Die regionale Wirtschaft stärken

 

„Die regionale Wirtschaft muss für die

Zukunft gestärkt werden“, so Kiefer.

Als Beispiele nannte er den

Innovationspark und für Existenzgründer

den aiti-park. Das Referat für

Wirtschaft und Arbeit muss ein

übergreifendes Referat sein, das nicht

in den Mühlen der Stadt untergeht. Es

muss schlagkräftig sein. Auf die Frage,

wie die Stadt auf die Weltbild-Pleite

reagiert hat, sagte Gribl: „Wir haben

alle an einen Tisch gebracht, und zwar

innerhalb der ersten 24 Stunden. Der

richtige Weg ist hier, zusammenzustehen

und die gleiche Sprache zu sprechen.“

In Bezug auf die Thematik Erhaltung

des Gaskessels in Oberhausen

versprach Grab, dass dies nicht nur

die Kulturreferatsthematik ist,

sondern auch das Wirtschafts-

und Baureferat betrifft. Gemeinsam

arbeitet man hier daran. Auch Kiefer

versprach hier Unterstützung, denn

auch er schätzt das, was im Kulturpark

passiert.

 

Kampfansage an den amtierenden OB

 

Im Laufe der Zeit kamen die Kandidaten in

Fahrt und eröffneten die Kampfansage.

Schafitel erwähnte schmunzelnd, dass

er heute zumindest gelernt hat, dass

man jedes Wahlkampfthema verdoppeln

und wieder einbringen kann, wie zum

Beispiel die Semmeltaste. Kiefer ging

sehr kritisch auf den Pfusch am Curt-

Frenzel-Stadion ein:

„Hier wurde am Bürger vorbeigeplant.

Wir hatten vieles nicht gewusst, was

da läuft. Das halte ich für einen

Skandal! Wir von der SPD sagen klar,

was wir wollen und setzen uns

dafür ein!“ Man soll auch nicht

hin- und herschwanken und in

der Werbung Dinge hervorheben,

die man vorher versäumt hat.

 

Grab hielt hier dagegen, denn jeder

Bürger hätte gewusst, was mit dem

Eisstadion passiert. Es gab Pläne

und Modelle im Rathaus und in

der Presse war viel darüber

zu lesen. Für ihn wurde nicht am

Bürger vorbeigeplant. Punkt 2 für

Grab ist die Stadtbücherei, die

für ihn eine Fehlentscheidung war.

Hier hätte man nicht auf Pump neu

bauen dürfen:

„Wir müssen das nun monatlich als

Miete abbezahlen, dieses Geld geht

dem Kulturhaushalt jetzt ab!“,

so Grab aufgebracht.

 

Arnold will nicht mit dem Finger auf

den OB zeigen. Er ist für Alternativen:

„Wir wollen die Dopik! Wir wollen die

Stadt weiterentwickeln!“ Lis möchte

die Belebung der Innenstadt und will

sich nicht an Schlammschlachten

beteiligen. „Da fehlt

mir auch die Erfahrung.“

 

Gribl hielt dagegen: „Ich bin nicht der

Frühstücksdirektor dieser Stadt,

sondern ich kümmere mich um die

großen Projekte.

Da können auch mal Fehler passieren.

Der Umbau des Kö war übrigens ein

Ideenwettbewerb der Bürger!“

 

Mehr Stadtmarketing nötig

 

Klar, dass dem Vorstand des

Augsburger Medienforums Eiko

Trausch, der mit dem Augsburger

Medienpreis Ideen sucht, die in

die Welt kommen sollen, die Vision

des Stadtmarketings am Herzen liegt.

Er wollte von Kiefer und Gribl wissen,

wie sie denn nun aussieht. Kiefer

möchte die Stärken, insbesondere

das historische Erbe von

Augsburg, mehr zeigen. Hier kann ein

Marketing nach innen und nach außen

hilfreich sein, aber auch gefährlich.

Es muss klar umrissen sein, um die

richtigen Weg gehen zu können. Gribl

findet, dass die Menschen dankbar sind

über solche Infos. Doch bei der Außen-

wirkung müsste man mehr tun, hier ist

mehr Stadtmarketing notwendig, wie zum

Beispiel beim Innovationspark. Hier

passiert viel, das viele nicht wissen.

„Sie rennen bei mir hier offene Türen

ein. Wir müssen uns hier nicht

verstecken!“, so Gribl.

 

An diesem Abend wurden also viele

aktuelle Themen angesprochen, wer

letztendlich die Wahl des OB gewinnt

und welche Parteien im Rathaus regieren,

wird sich am 16. März zeigen. Warten wir’s ab!